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EIBE

Gemeine Eibe | Europäische Eibe | Taxus

Hartholz | DIN: TXBC

Die Eibe ist die „Legende unter den Hölzern“. Obwohl sie zu den Nadelbäumen zählt, besitzt sie Eigenschaften, die selbst die härtesten Laubhölzer in den Schatten stellen. Sie ist das elastischste und zugleich schwerste heimische Nadelholz und erlangte Weltruhm durch den Bau der legendären englischen Langbögen.

Herkunft & Arten

Die Eibe wächst extrem langsam und kann ein biblisches Alter von über 1.000 Jahren erreichen.

  • Gemeine Eibe: Die einzige in Europa heimische Art. Aufgrund massiver Übernutzung im Mittelalter (wegen des Bogenbaus) ist sie heute streng geschützt.

  • Pazifische Eibe (Taxus brevifolia): Bekannt aus Nordamerika, vor allem für die Gewinnung des Wirkstoffs Taxol (Medizin).

  • Verfügbarkeit: Eibenholz ist im regulären Handel kaum zu finden. Es stammt meist aus Gartenrodungen oder genehmigten Entnahmen und wird als kostbares Edelholz gehandelt.

Holzbild & Struktur

  • Farbe: 

    • Splintholz: Sehr schmal und hellgelb bis weißlich.

    • Kernholz: Außergewöhnlich farbenfroh. Es reicht von orange-braun über rotbraun bis hin zu violetten Tönen. Unter Lichteinfluss dunkelt es wunderschön nach.

  • Jahrringe: Extrem eng und fein (aufgrund des langsamen Wuchses). Oft finden sich über 10 Jahrringe auf nur einem Millimeter.

  • Harzkanäle: Nicht vorhanden. Die Eibe ist das einzige heimische Nadelholz ohne Harz, was die Bearbeitung sehr sauber macht.

  • Besonderheiten: Häufig treten kleine Punktäste („Vogelaugen“) und ein unregelmäßiger Wuchs auf, was dem Holz eine fast marmorierte, sehr dekorative Optik verleiht.

Eigenschaften

Eibenholz ist extrem schwer, hart, zäh und außergewöhnlich elastisch.

Dauerhaftigkeit & Beständigkeit:

Sehr dauerhaft (Klasse 2). Das Kernholz ist extrem resistent gegen Pilze und Insekten und überdauert im Außenbereich viele Jahrzehnte. Aufgrund des Preises wird es jedoch fast nur innen verwendet.

Bearbeitung:
  •  Gut: Trotz der Härte lässt es sich hervorragend sägen, hobeln und schnitzen. Es ergibt Oberflächen von spiegelartiger Glätte.
  • Oberflächen: Nimmt Öle und Polituren perfekt an. Der natürliche Glanz des Holzes ist unvergleichlich.

  • Trocknung: Trocknet relativ gut, neigt aber aufgrund der hohen Dichte zu feinen Oberflächenrissen. Einmal trocken, ist es extrem formstabil.

Wichtiger Warnhinweis: Nahezu alle Teile der Eibe (Nadeln, Holz, Samen) sind hochgiftig (Taxin). Beim Schleifen ist eine absolut staubfreie Absaugung und das Tragen einer Atemschutzmaske zwingend erforderlich!

Verwendung

Wegen seiner Seltenheit wird die Eibe nur für speziellste Anwendungen genutzt:

Besonderheiten

💡 Praxistipps für Schreiner

Die Eibe ist das Juwel der Nadelhölzer. Wer das Glück hat, ein Stück dieses seltenen Holzes zu bearbeiten, wird mit einer Farbtiefe und technischen Perfektion belohnt, die ihresgleichen sucht. Es ist ein Holz für Meisterstücke, die Generationen überdauern sollen.

Eibe

Technische Daten

Rohdichte (12-15%)0,65–0,80 g/cm³
Druckfestigkeit55–65 N/mm²
Biegefestigkeit80–110 N/mm²
Elastizitätsmodul10.000–12.000 N/mm²
Härte (Brinell)30–35 N/mm²
DauerhaftigkeitKlasse 2

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FAZIT

Die Eibe ist das Juwel der Nadelhölzer. Wer das Glück hat, ein Stück dieses seltenen Holzes zu bearbeiten, wird mit einer Farbtiefe und technischen Perfektion belohnt, die ihresgleichen sucht. Es ist ein Holz für Meisterstücke, die Generationen überdauern sollen.

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