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LÄRCHE

Europäische Lärche | Sibirische Lärche | Japanische Lärche

Weichholz | DIN: LADC

Die Lärche ist die „Eiche unter den Nadelhölzern“.
Aufgrund ihrer hohen natürlichen Dauerhaftigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse ist sie das bevorzugte Holz für den Außenbau ohne chemischen Schutz.

Herkunft & Arten

Innerhalb der Gattung Larix gibt es etwa 10 bis 12 Arten. Für den Schreiner und Zimmerer sind vor allem zwei von Bedeutung:

  • Europäische Lärche: Wächst meist schneller als die sibirische Variante, ist im Farbton oft etwas lebhafter und rötlicher.

  • Sibirische Lärche: Wächst in extrem kalten Regionen sehr langsam. Das Holz ist dadurch feinjähriger (engere Jahrringe), oft etwas heller und gilt als noch formstabiler.

  • Japanische Lärche: Häufig in Plantagen angebaut; sie ist etwas grobjähriger und weniger dauerhaft als die europäische Lärche.

Holzbild & Struktur

  • Farbe:

    • Die Lärche ist ein ausgeprägter Kernholzbaum.

    • Splintholz: Sehr schmal, hellgelb bis rötlich-weiß.

    • Kernholz: Kräftig gelbbraun bis tief rötlich-braun. Es dunkelt unter Lichteinfluss sehr stark nach.

  • Jahrringe: Sehr scharf voneinander abgegrenzt. Das dunkle Spätholz bildet einen harten Kontrast zum hellen Frühholz, was eine sehr markante Streiferung (Riss) oder Fladerung (Flader) erzeugt.

  • Harzkanäle: Deutlich sichtbar als feine helle Linien oder Punkte. Lärchenholz ist sehr harzreich.

Das Holzbild wirkt sehr dekorativ, warm und charakterstark. Aufgrund des hohen Kontrasts ist es optisch wesentlich dominanter als Fichte oder Tanne.

Eigenschaften

Lärchenholz ist ein mittelschweres, hartes und sehr zähes Nadelholz.

Dauerhaftigkeit & Beständigkeit:

Gute Dauerhaftigkeit (Klasse 3). Das Kernholz ist sehr resistent gegen Pilze und Insekten. Es ist das haltbarste europäische Nadelholz für den Außenbereich.

 Bearbeitung:
  • Gut: Lässt sich mit allen Werkzeugen sauber bearbeiten.
  • Achtung: Die harten Spätholzzonen neigen zum Splittern. Beim Nageln und Schrauben ist aufgrund der Spaltgefahr Vorbohren zwingend erforderlich.
  • Oberflächen: Wegen des hohen Harzgehalts ist die Oberflächenbehandlung (Lacke/Farben) manchmal problematisch. Harzreiche Stellen sollten vorab mit Entharzer gereinigt werden.
  • Trocknung: Trocknet relativ schnell, neigt aber zu Rissbildung und Verzug (besonders bei Drehwuchs).

Tipp: Im Außenbereich vergraut Lärche ohne UV-Schutz-Behandlung zu einem silbrigen Grau, was oft als architektonisches Gestaltungsmittel genutzt wird.

Verwendung

Die Lärche ist der Spezialist für den ungeschützten Außenbereich:

Besonderheiten

💡 Praxistipps für Schreiner

Lärchenholz hat eine sehr hohe Abtriebfestigkeit. Es eignet sich daher hervorragend für stark beanspruchte Dielenböden in öffentlichen Gebäuden oder Gaststätten.

Lächenholz

Technische Daten

Rohdichte (12-15%)0,55–0,60 g/cm³
Druckfestigkeit45–55 N/mm²
Biegefestigkeit90–100 N/mm²
Elastizitätsmodul12.000–14.000 N/mm²
Härte (Brinell)19–20 N/mm²
DauerhaftigkeitKlasse 3-4

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FAZIT

Die Lärche ist die erste Wahl für ökologisches Bauen im Außenbereich. Für den Schreiner ist sie ein dankbares, wenn auch charakterstarkes Holz, das durch seine Langlebigkeit und die warme, rötliche Optik besticht. Wer die Harzproblematik und die Splitterneigung beherrscht, schafft mit Lärche Werte für Jahrzehnte.

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