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HICKORY

Echter Hickory | Weißer Hickory | Bitternuss | Pecan

Hartholz | DIN: CAXX

Hickory ist der „unbeugsame Gigant“ unter den Laubhölzern. Kein anderes kommerziell verfügbares Holz kombiniert eine so extreme Härte, Steifigkeit und Zähigkeit mit einer derart hohen Schlagfestigkeit. Wo die Esche an ihre Grenzen stößt, fängt Hickory erst an. Es ist das ultimative Holz für maximale mechanische Beanspruchung.

Herkunft & Arten

Die Gattung Carya umfasst etwa 18 Arten, die im Holzhandel oft in zwei Gruppen zusammengefasst werden:

  • True Hickory (Echter Hickory): Hierzu zählen Arten wie Shagbark (Carya ovata) und Pignut (Carya glabra). Dies ist das schwerste und festeste Holz der Gruppe.

  • Pecan Hickory: Bekannt durch die Pecannuss-Produktion. Das Holz ist ebenfalls sehr hart, erreicht aber nicht ganz die extremen Festigkeitswerte des echten Hickorys.

  • Verfügbarkeit: Hickory wird fast ausschließlich aus Nordamerika importiert. Es gilt dort als eines der wichtigsten Wirtschaftshölzer.

Holzbild & Struktur

  • Farbe: 

    • Splintholz: Breit, weißlich bis hellgelblich (oft als „White Hickory“ bezeichnet).

    •  
    • Kernholz: Hell- bis mittelbraun, oft mit einem rötlichen Einschlag („Red Hickory“).

    • Calico: Ein Handelsname für Holzstücke, die sowohl helles Splintholz als auch dunkles Kernholz enthalten, was einen starken optischen Kontrast erzeugt.

  • Jahrringe: Deutlich sichtbar. Hickory ist ringporig bis halbringporig, was zu einer kräftigen, groben Zeichnung führt.

  • Poren: Die Frühholzporen sind groß und im Längsschnitt als deutliche Rillen erkennbar.

  • Besonderheiten: Das Holz hat eine grobe Textur und wirkt sehr rustikal und kraftvoll.

Eigenschaften

Hickoryholz ist extrem schwer, hart und zäh. Es besitzt eine außergewöhnliche Energieaufnahme bei Stößen.

Dauerhaftigkeit & Beständigkeit:

Nicht dauerhaft (Klasse 4–5). Hickory ist sehr anfällig für Pilzbefall und Insekten (besonders der Splint). Es ist ein reines Innenholz.

Bearbeitung:
  • Schwierig: Aufgrund der enormen Dichte und Härte ist die Bearbeitung mühsam. Werkzeuge stumpfen sehr schnell ab.

  • Biegen: Hickory lässt sich unter Dampf hervorragend biegen (ähnlich wie Esche).

  • Oberflächen: Lässt sich gut beizen, ölen und lackieren. Die grobe Struktur nimmt Pigmente gut auf.

  • Trocknung: Trocknet langsam mit einer hohen Schwindung. Einmal trocken, weist es jedoch eine gute Formstabilität auf.

Tipp: Beim Hobeln von Hickory sollte man sehr kleine Spanabnahmen wählen, da es aufgrund der hohen Faserdichte leicht zu Ausrissen kommt.

Verwendung

Hickory ist das Standardmaterial für Anwendungen, bei denen Holz nicht brechen darf:

Besonderheiten

💡 Praxistipps für Schreiner

Hickory ist ein „fressendes“ Holz für Sägeblätter. Verwenden Sie für den Zuschnitt ausschließlich hochwertige Hartmetall-Sägeblätter und rechnen Sie mit häufigerem Nachschärfen.

Hickory

Technische Daten

Rohdichte (12-15%)0,80–0,85 g/cm³
Druckfestigkeit60–70 N/mm²
Biegefestigkeit130–145 N/mm²
Elastizitätsmodul14.000–17.500 N/mm²
Härte (Brinell)38–44 N/mm²
DauerhaftigkeitKlasse 4-5

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FAZIT

Hickory ist das Hochleistungsholz für alle Fälle, in denen pure Kraft und Elastizität gefragt sind. Für den Schreiner ist es eine Herausforderung in der Bearbeitung, aber das Ergebnis ist ein Werkstück von fast unzerstörbarer Natur. Ob als charakterstarker Boden oder als zuverlässiger Werkzeugstiel. Hickory bleibt der Maßstab für Belastbarkeit.

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