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Aufmaß und Angebotserstellung

Ein sauberes Aufmaß ist die Grundlage für Kalkulation, Konstruktion und Fertigung zugleich – und ein vollständiges Angebot schützt vor Missverständnissen, bevor der Auftrag überhaupt beginnt.

Aufmaß vor Ort: Worauf es ankommt

Ein gutes Aufmaß erfasst mehr als die reinen Endmaße:

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    Raum- und Anschlussmaße erfassen

    Nicht nur die Breite, sondern auch Raumhöhe, Wandwinkel, Boden- und Deckenunebenheiten sowie vorhandene Anschlüsse (Steckdosen, Heizkörper, Fenstergriffe) dokumentieren – diese Details verhindern spätere Überraschungen beim Einbau.

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    Referenzpunkte fotografieren

    Fotos mit erkennbarem Maßstab (z. B. Zollstock im Bild) ergänzen die reinen Zahlen und helfen später in der Werkstatt, Kontext ohne erneuten Vor-Ort-Termin nachzuvollziehen.

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    Kundenwünsche und Nutzung festhalten

    Neben den Maßen auch funktionale Anforderungen notieren: gewünschte Fachaufteilung, Belastung, Öffnungsrichtung – Angaben, die die Konstruktion später genauso prägen wie die reinen Maße.

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    Aufmaß in die Kalkulation überführen

    Erfasste Maße direkt in die Konstruktions- oder Kalkulationssoftware übertragen, statt sie später aus Notizzetteln erneut abzutippen – hier setzen digitale Aufmaß-Apps an.

Was ein vollständiges Angebot enthalten sollte

Über die reine Preisangabe hinaus gehören diese Punkte in ein Angebot, um spätere Diskussionen zu vermeiden:

  • Eindeutige Leistungsbeschreibung: Was genau wird geliefert und montiert, in welcher Ausführung und Qualität?
  • Maße und Materialangaben, die dem tatsächlichen Aufmaß entsprechen – nicht nur Richtwerte.
  • Preis mit Angabe, ob netto oder brutto, und ob es sich um ein verbindliches oder freibleibendes Angebot handelt.
  • Zahlungsbedingungen und – bei größeren Aufträgen üblich – vereinbarte Abschlagszahlungen.
  • Liefer- beziehungsweise Ausführungstermin oder zumindest ein realistischer Zeitrahmen.
  • Gültigkeitsdauer des Angebots (ohne Angabe gilt eine angemessene Frist, die im Streitfall auszulegen ist).
Download-Bereich

Vorlagen für Aufmaß und Angebot

Damit beim Kundentermin nichts fehlt: Die Aufmaß-Checkliste führt durch Vorbereitung, Messung und Abschluss, das Aufmaßblatt und die Aufmaßvorlagen für Einbaumöbel und Türen halten alle Maße strukturiert fest. Mit der Angebotsvorlage wird daraus ein vollständiges Angebot – jeweils als PDF zum Ausdrucken und als Word-Datei zum Anpassen.

Zu den Aufmaß-Vorlagen
Vorschau der Vorlage „Aufmaß-Checkliste“Vorschau der Vorlage „Aufmaßblatt“Vorschau der Vorlage „Aufmaß Türelemente“

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was unterscheidet ein verbindliches von einem freibleibenden Angebot?

Nach § 145 BGB ist, wer den Abschluss eines Vertrags anträgt, an diesen Antrag gebunden, sobald der Kunde annimmt – es sei denn, die Bindung wurde ausdrücklich ausgeschlossen. Ein Angebot gilt im Zweifel also als verbindlich; nur wer es ausdrücklich als freibleibend kennzeichnet, kann später noch nachverhandeln.

Muss ich ein schriftliches Aufmaßprotokoll aufbewahren?

Rechtlich zwingend ist das nicht in jedem Fall, praktisch aber sehr zu empfehlen: Bei späteren Unstimmigkeiten über vereinbarte Maße ist ein dokumentiertes, im besten Fall vom Kunden gegengezeichnetes Aufmaß der einfachste Nachweis.

Wie genau muss ein Aufmaß sein?

Für den Zuschnitt in der Werkstatt reicht am Ende die für das jeweilige Bauteil übliche Fertigungstoleranz. Für die Ersterfassung vor Ort empfiehlt sich dennoch möglichst genaues Messen (Lasermessgerät statt Zollstock), da Rundungsfehler sich bei mehreren Anschlussmaßen sonst aufsummieren können.

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Weiterführend

Wie sich aus dem Aufmaß ein vollständiger Angebotspreis errechnet, zeigt der Artikel Auftragskalkulation. Was bei Mängeln nach der Ausführung gilt, erklärt Gewährleistung & Mängelhaftung.