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🌳 Eiche – Holzart im Überblick

(Europäische Eiche | Weißeiche | Roteiche | Stieleiche | Traubeneiche)

STECKBRIEF

  • Deutscher Name: Stiel-Eiche (Quercus robur) und Trauben-Eiche (Quercus petraea). Beide Arten sind sich in ihren Holzeigenschaften sehr ähnlich und werden oft als Deutsches Eichenholz gehandelt.
  • Botanische Bezeichnung: Quercus spp. – Familie: Fagaceae
  • Verbreitung: Die Eiche ist in weiten Teilen Europas, Westasiens und Nordafrikas heimisch. Sie wächst oft in Mischwäldern und liebt tiefgrĂĽndige Böden.

Die Eiche zählt zu den bekanntesten und vielseitigsten Hölzern weltweit. Sie gehört zur artenreichen Gattung Quercus und wird aufgrund ihrer Struktur, Haltbarkeit und Optik sowohl im Möbelbau als auch im Innenausbau besonders geschätzt. Je nach Herkunft und Art unterscheidet man hauptsächlich zwischen Weißeiche (z. B. Stiel- und Traubeneiche) und Roteiche.

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Herkunft & Arten

Eichen sind in vielen Teilen der Welt verbreitet.
In Europa dominieren die Stieleiche und Traubeneiche.

Nordamerika ist Heimat der Weißeichen und Roteichen, während in südlichen Regionen auch immergrüne Eichen wie die Korkeiche vorkommen.

Die Eiche ist seit Jahrhunderten ein Symbol für Stabilität, Stärke und Langlebigkeit – Eigenschaften, die sich auch im Holz widerspiegeln.

Holzbild & Struktur

  • Farbe:

    • Splint: WeiĂź bis hellgrau (WeiĂźeiche) bzw. blassrosa (Roteiche)

    • Kernholz: Hell lederbraun bis rötlichbraun

  • Jahrringe: Deutlich sichtbar und betonen die charakteristische Maserung

  • Holzstrahlen: Teilweise mehrere Zentimeter hoch, erzeugen die typischen „Spiegel“ auf radialen Flächen

Das Holzbild der Eiche wirkt durch die markanten Poren und Spiegel besonders lebendig. Weißeiche erscheint tendenziell heller, Roteiche besitzt einen wärmeren, rötlichen Farbton.

Verwendung

Eiche wird aufgrund ihrer Festigkeit, Struktur und Farbvielfalt in vielen Bereichen eingesetzt:

  • Möbelbau: Wohn-, BĂĽro- & KĂĽchenmöbel

  • Innenausbau: Wand- & Deckenverkleidungen, Parkett, Treppen

  • AuĂźenbereich: bei WeiĂźeiche

  • Fassbau: insbesondere fĂĽr Wein, Whisky, Cognac – nur WeiĂźeiche geeignet

Eigenschaften

Eiche ist ein mittelschweres bis schweres Holz mit hoher Festigkeit.
Sie lässt sich gut beizen, lasieren, ölen oder räuchern (insbesondere Weißeiche).

Dauerhaftigkeit & Beständigkeit:

Das Kernholz der Weißeiche ist sehr dauerhaft und resistent gegenüber holzzerstörenden Pilzen.
Roteiche dagegen ist weniger dauerhaft und sollte im Außenbereich nur geschützt eingesetzt werden.

Bearbeitung:
  • Gute Bearbeitbarkeit bei feinjährigem Holz

  • Bei harten Qualitäten ist Vorbohren empfohlen

  • Verleimung ist gut möglich, alkalische Kleber können jedoch Flecken verursachen

  • Trocknung sollte langsam und schonend erfolgen, um Rissbildung zu vermeiden

Tipp: Beim Kontakt mit Eisenmetallen können sich schwarzblaue Verfärbungen bilden (Eisen-Gerbstoff-Reaktion).

Technische Eigenschaften

Eigenschaft Wert
Rohdichte (lufttrocken, 12–15 %) 0,65–0,76 g/cm³
Druckfestigkeit 42–64 N/mm²
Biegefestigkeit 60–110 N/mm²
Elastizitätsmodul 10 500–14 500 N/mm²
Härte (Brinell, ⊥ zur Faser) 23–42 N/mm²
pH-Wert 3,9
Natürliche Dauerhaftigkeit Klasse 2–4 (nach DIN-EN 350-2)

Besonderheiten & Hinweise

  • Mooreiche: Ăśber Jahrhunderte im Moor konserviertes Eichenholz, tiefschwarz verfärbt und sehr wertvoll

  • Räuchereiche: Durch Ammoniakbehandlung dunkelbraun bis schwarz gefärbt

  • Tipp fĂĽr Schreiner: WeiĂźeiche eignet sich hervorragend fĂĽr hochwertige Möbeloberflächen und langlebige Konstruktionen

Fazit

Eiche gehört zu den wichtigsten und edelsten Hölzern Europas.
Ihr zeitloser Charakter, die hervorragenden technischen Eigenschaften und die hohe Dauerhaftigkeit machen sie zu einem echten Klassiker im Schreinerhandwerk.

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