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Regalbodenträger

Funktionsbeschläge· Bodenträger· DIN 68874
BodenträgerFachbodenträgerLöffelbodenträger
Regalbodenträger

Regalbodenträger tragen Einlegeböden in Schränken und Regalen. Kleine Stifte werden in eine Reihe vorgebohrter Löcher gesteckt, der Boden liegt darauf. So lässt sich die Höhe jederzeit ohne Werkzeug ändern.

Aufbau

Die häufigste Ausführung ist ein Stift mit 5 mm Durchmesser in einer senkrechten Lochreihe mit 32 mm Lochabstand – demselben Raster, in dem auch die Montageplatten von Topfscharnieren sitzen. Je Boden braucht es vier Träger, vorn und hinten in beiden Seiten. Die Ausführungen:

  • Einfacher Stift oder Löffel – der Löffel hat eine kleine Auflage, auf der der Boden ruht. Er drückt sich weniger ein als ein blanker Stift.
  • Mit Sicherung – ein Zapfen oder Haken greift in eine Bohrung oder Nut im Boden. Der Boden kann dann nicht verrutschen, kippen oder versehentlich herausgehoben werden.
  • Für Glas – mit Gummi- oder Kunststoffauflage, damit der Glasboden nicht rutscht und nicht auf Metall liegt.
  • Verdeckt – Träger, die in Bohrungen oder Nuten der Bodenkante verschwinden, sodass man sie nicht sieht.
Drei Bodenträger in einer Korpusseite: Löffel, mit Sicherungszapfen und für Glas mit Gummiauflage
Drei Ausführungen. Von links: Löffelbodenträger, Bodenträger mit Sicherungszapfen, Glasbodenträger mit Gummiauflage.

Eigenschaften

  • Die Höhe der Böden lässt sich ohne Werkzeug und ohne neue Bohrungen ändern.
  • Hersteller geben die Belastbarkeit als Belastungsgruppe an, zum Beispiel L 25 oder L 50 – das sind 25 bzw. 50 kg je Quadratmeter Bodenfläche.
  • DIN 68874 regelt Anforderungen und Prüfung von Einlegeböden und Bodenträgern im Möbel: wie weit sich der Boden durchbiegen darf und wie viel die Träger aushalten müssen. Bei langen Böden ist meist die Durchbiegung des Bodens die Grenze, nicht der Träger.
  • Einfache Stifte sichern den Boden nicht gegen Verrutschen oder Kippen – bei Möbeln für Kinder und im Objekt Träger mit Sicherung wählen.

Verwendung

  • Verstellbare Böden in Schränken, Regalen und Vitrinen
  • Glasböden in Vitrinen und Wohnmöbeln
  • Bücher- und Aktenregale mit wechselnder Bodenhöhe
  • Serienmöbel mit durchgehender 32-mm-Lochreihe

Verarbeitung

  • Lochreihen auf beiden Seiten von derselben Bezugskante aus bohren, sonst liegen die Böden schief.
  • Nicht durchbohren: Die Bohrtiefe auf den Stift abstimmen und mit Tiefenanschlag arbeiten.
  • Lochreihen nur dort bohren, wo Böden hin sollen – eine durchgehende Reihe ist flexibel, eine kurze Gruppe von drei bis fünf Löchern sieht ruhiger aus.
  • Für schwere Lasten wie Bücher oder Werkzeug Träger mit Auflage und dickere oder verstärkte Böden wählen.

Anleitung: Lochreihe bohren

Mit Lochreihenbohrlehre

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    Bezugskante festlegen

    Die Lehre bei beiden Seiten an derselben Kante anlegen, meist an der Unterkante. Vordere und hintere Reihe nach Plan einstellen, zum Beispiel 37 mm hinter der Vorderkante.

  2. 2

    Bohrtiefe einstellen

    5-mm-Bohrer mit Tiefenanschlag auf die Stiftlänge einstellen. Bei 19-mm-Platten genug Fleisch stehen lassen, damit nichts durchbricht.

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    Bohren

    Lehre festklemmen, die Löcher senkrecht bohren, Späne absaugen. Für die nächste Position die Lehre über einen Stift im letzten Loch weitersetzen.

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    Kontrollieren

    Einen Boden mit vier Trägern einlegen und mit der Wasserwaage prüfen, bevor alle Seiten gebohrt sind.

Technische Daten

Stiftdurchmessermeist 5 mm (System 32)
LochreiheLochabstand 32 mm · vordere Reihe meist 37 mm hinter der Vorderkante
BelastungBelastungsgruppe nach Herstellerangabe, z. B. L 25 oder L 50 (25 bzw. 50 kg je m² Bodenfläche)
AusführungenStift, mit Auflage (Löffel), mit Kipp- oder Aushebesicherung, für Glas mit Gummiauflage
MaterialStahl vernickelt oder verzinkt, Zinkdruckguss, Kunststoff
NormDIN 68874: Durchbiegung der Einlegeböden und Festigkeit der Bodenträger im Möbel

Fazit

Regalbodenträger sind unscheinbar, entscheiden aber darüber, wie flexibel ein Möbel bleibt. Eine sauber gebohrte Lochreihe und Träger in der passenden Ausführung zahlen sich über die ganze Nutzungsdauer aus.