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Bootslack

Lacke· Yachtlack
YachtlackSpar Varnish
Bootslack

Bootslack (Yachtlack) ist ein Klarlack für Holz, das dauerhaft Wind und Wetter ausgesetzt ist. Er muss nicht nur Feuchtigkeit und UV-Strahlung abhalten, sondern vor allem elastisch bleiben, damit er das ständige Quellen und Schwinden des Holzes mitmacht, ohne zu reißen oder abzublättern.

Zusammensetzung

Bootslacke beruhen meist auf Alkydharzen oder urethanmodifizierten Alkydharzen, klassische Rezepturen auch auf Tungöl und Phenolharz. Sie härten deutlich elastischer aus als Innenraumlacke. UV-Absorber und Lichtschutzmittel verlangsamen, dass der Film unter Sonnenlicht abbaut und das Holz darunter vergraut.

Musterbrett mit Bootslack und vergrößerter Querschnitt: eingezogene erste Schicht und drei Lackschichten
Unter der Lupe. Links das Musterbrett, links roh, rechts lackiert. Die Lupe zeigt einen stark vergrößerten Schnitt quer zur Faser an der markierten Stelle: ① Holz, ② erster, verdünnter Auftrag, der ins Holz einzieht, ③ bis ⑤ weitere Lackschichten mit Zwischenschliff, zusammen ein dicker, elastischer Film. Schichtdicken schematisch.

Eigenschaften

  • Hohe Elastizität verhindert Risse, wenn das Holz mit Feuchte und Temperatur arbeitet.
  • UV-Schutzmittel bremsen den Abbau von Lackfilm und Holz, verhindern ihn aber nicht. Klarlack hält außen deutlich kürzer als eine deckende oder pigmentierte Beschichtung.
  • Braucht einen Aufbau aus mehreren Schichten; eine einzelne dicke Schicht schützt weniger und trocknet schlecht.
  • Muss gepflegt werden: Wird der Film matt oder rissig, rechtzeitig anschleifen und nachlackieren – sonst dringt Wasser ein und der Lack löst sich großflächig.

Verwendung

  • Holzteile an Booten, etwa Handläufe, Süllränder und Pinnen
  • Außentüren, Tore und Holzteile, die glänzend klar lackiert sein sollen
  • Gartenmöbel, wenn eine geschlossene, glänzende Oberfläche gewünscht ist
  • Nicht für begangene Flächen wie Terrassendielen – dort reibt sich der Film schnell ab

Verarbeitung

  • Untergrund sorgfältig vorbereiten: schleifen, entstauben, bei fettreichen Hölzern wie Teak entfetten.
  • Die erste Schicht nach Herstellerangabe verdünnt auftragen, damit sie gut ins Holz einzieht.
  • Mehrere dünne Schichten mit Zwischenschliff auftragen und die Trockenzeiten einhalten, besonders bei kühler oder feuchter Witterung.
  • Kanten und Hirnholz besonders sorgfältig beschichten – dort dringt Wasser zuerst ein.

Technische Daten

Bindemittelmeist Alkyd- oder Urethan-Alkydharz, klassisch auch mit Tungöl
UV-SchutzUV-Absorber und Lichtschutzmittel im Lack
Elastizitäthoch, damit der Film die Holzbewegung mitmacht
Schichtaufbauerste Schicht verdünnt, danach mehrere Schichten mit Zwischenschliff
Wartungregelmäßig prüfen, rechtzeitig anschleifen und nachlackieren

Fazit

Bootslack ist die richtige Wahl, wenn Holz im Außenbereich klar, glänzend und geschlossen beschichtet sein soll – vorausgesetzt, die Fläche wird regelmäßig gepflegt. Wer weniger Pflegeaufwand und eine offenporige Optik möchte, ist mit einer Lasur besser bedient.